11.06.2026 -

Nationalparkgemeinde Edertal täglich im Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner

Die Nationalparkgemeinde Edertal weist darauf hin, dass der Eichenprozessionsspinner derzeit wieder verstärkt im gesamten Gemeindegebiet auftritt. Die Raupen sind von April bis August aktiv und kommen ausschließlich an Eichenbäumen vor. Aufgrund ihrer feinen Brennhaare können sie bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden und allergische Reaktionen auslösen.

Die Brennhaare können Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden verursachen. Deshalb werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, befallene Bereiche zu meiden und weder Raupen noch Nester zu berühren.

Besondere Vorsicht ist geboten, da sich die Nester nicht nur in den Baumkronen befinden können, sondern auch am Stamm, im Bereich des Wurzelansatzes.
Beim Mähen von Grünflächen oder bei Arbeiten im Bereich von Eichen ist daher besondere Vorsicht geboten. Haustiere sollten ebenfalls von betroffenen Bäumen und Flächen ferngehalten werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalparkgemeinde Edertal sind derzeit täglich im Einsatz, um gemeldete Befallsstellen zu kontrollieren und zu bearbeiten. Aufgrund der Vielzahl an Befallsstellen können nicht alle betroffenen Bereiche behandelt werden. Vorrang haben daher insbesondere Kinderspielplätze, Kindergärten sowie stark frequentierte öffentliche Bereiche. Die Arbeiten erfolgen mit spezieller Schutzausrüstung, Atemschutz und professioneller Absaugtechnik, um eine Gefährdung für die Bevölkerung und die Einsatzkräfte zu vermeiden.

Sollten Bürgerinnen und Bürger mit den Brennhaaren in Kontakt kommen, wird empfohlen, die Kleidung umgehend auszuziehen und bei mindestens 60 Grad Celsius zu waschen. Betroffene Hautstellen sollten mit einer Creme behandelt werden, die eine kühlendeund beruhigende Wirkung auf die Haut. Wichtig ist, nicht zu kratzen, da sich die Symptome dadurch verstärken können. Bei Augenreizungen, Atemwegsbeschwerden oder starken allergischen Reaktionen sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Nationalparkgemeinde Edertal bedankt sich für die Aufmerksamkeit und Mithilfe der Bevölkerung. Verdächtige Befallsstellen können der Gemeindeverwaltung gemeldet werden, damit eine zeitnahe Überprüfung und gegebenenfalls Beseitigung erfolgen kann.

Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner stellt der Landkreis Waldeck-Frankenberg auf seiner Internetseite zur Verfügung.