Bad Wildungen. Am Freitag, 23. Januar, ließen sich 21 Kindertagesstätten aus den Nationalpark-Kommunen erneut als Nationalpark-Kitas zertifizieren. Nationalparkleiter Manuel Schweiger überreichte während einer kleinen Feierstunde im Nationalparkamt die Urkunden an die Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen.
Zuvor kamen Vertreterinnen und Vertreter des DRK Soziale Einrichtungen GmbH, der Gemeinde Vöhl, der Städte Bad Wildungen und Waldeck, sowie des Zweckverband Ev. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Eder als die fünf Träger der Kindertagesstätten zum zweiten Mal zusammen, um sich über Erfolge und Fortschritte des seit 2022 bestehenden Projekts auszutauschen. Nationalpark-Ranger Joshua Backes, der das Kita-Projekt mit koordiniert, berichtete dabei unter anderem über das vergangene Netzwerktreffen mit den Kitas und zog ein positives Fazit zum ersten Netzwerk-Bildungstag. In Vorbereitung auf die Rezertifizierung informierte er zudem über die im vergangenen Jahr durchgeführten Ortstermine in den Einrichtungen. Diese dienen dazu, gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern eine Bilanz des zurückliegenden dreijährigen Zertifizierungszeitraums zu ziehen und einen Blick auf zukünftige Ziele und mögliche Herausforderungen zu werfen. Gleichzeitig boten die Termine den Rangerinnen und Rangern die Gelegenheit, die jeweiligen Einrichtungen persönlich kennenzulernen.
Abschließend gab Stefanie Schaub, Leiterin des Bildungsteams, einen Ausblick auf geplante Weiterentwicklungen des Projekts. Künftig sollen die zweimal jährlich stattfindenden Netzwerktreffen verstärkt dem Austausch über Lehrmaterialien und pädagogische Methoden dienen und zur gemeinsamen Fortbildung zu Nationalpark-Themen wie Naturschutz, Wildnisentwicklung und Welterbe genutzt werden. „Ziel des Projekts ist es, dass sich die Kinder der Nationalpark-Region mit „ihrem“ Nationalpark verbunden fühlen und das Juwel vor ihrer Haustür auch für kommende Generationen schützen“, betonte Schaub. Mit der feierlichen Übergabe der Urkunden und Zeit für persönlichen Austausch klang die Veranstaltung aus.
Hintergrund:
Unter dem Dachverband der „Nationalen Naturlandschaften“ wurden Basiskriterien entwickelt, nach denen Einrichtungen als Nationalpark-Kindertagesstätten zertifiziert werden können. Ziel der Kooperation ist es, Vorschulkindern Wissen über Tiere und Pflanzen des Nationalparks zu vermitteln, die Jahreszeiten erlebbar zu machen und das Schutzgebiet unmittelbar kennenzulernen. Gemeinsam mit Rangerinnen und Rangern erkunden die Kinder den Nationalpark und erhalten dabei viel Raum, die Faszination Wildnis in ihrem eigenen Tempo und mit allen Sinnen zu entdecken. Die 21 Nationalpark-Kitas verteilen sich auf die Gemeinden Vöhl und Edertal sowie die Städte Bad Wildungen, Frankenau und Waldeck.
Bild und Text: Nationalpark Kellerwald-Edersee
